NABU-Aktion

Nisthilfen für Wildbienen, Florfliegen, Ohrenkneifer und andere Nützlinge 

Aus dem Werkraum der Grundschule hörte man am Freitag den 13. November 2009 ein geschäftiges Hämmern, Bohren und Sägen. 20 Kinder aus den dritten und vierten Klassen bastelten fleißig, unter Anleitung des NABU (Naturschutzbund / Ortsgruppe Bückeburg), Nisthilfen für Wildbienen, Florfliegen, Ohrenkneifer und andere Nützlinge. Diese Nützlinge sollen demnächst an den Bäumen und Büschen des neuen naturnah gestalteten Schulhofs ihren Platz finden.  Auch für den eigenen Garten bauten die Kinder eifrig Nisthilfen. 

Bevor die „Bauarbeiten“ losgingen, wurde zunächst einmal das theoretische Wissen der Schüler aufgefrischt. Anhand verschiedener Zeichnungen wurde den Jungen und Mädchen eine „Nisthöhle für Wildbienen“ anschaulich erklärt. Dabei wurde klar, dass Wildbienen nicht stechen und die Schüler und Schülerinnen keine Angst vor Wildbienen zu haben brauchen. Die meisten Wildbienen leben allein; sie bilden keinen Staat. Sie legen ihre Eier in vorhandene oder selbstangelegte Röhren, z.B. in abgestorbenen und durchlöcherten Bäumen, Sand, Mauerritzen, hohlen Stängeln usw. In diese Röhren legen die Wildbienen einen Futtervorrat für die schlüpfende Larve an. Direkt nach der Eiablage wird die Brutzelle verschlossen. Da diese Brutmöglichkeiten für Wildbienen nicht mehr so zahlreich vorhanden sind, bauen wir ihnen Nisthilfen. Auch der Lebensraum für den Ohrwurm (Forficula auricularia) als Nachträuber und Blattlausschreck wurde mit den Kindern besprochen.

Nach der Theorie ging es an den praktischen Teil. Die Schüler und Schülerinnen arbeiteten mit großer Begeisterung und Freude an ihren Nisthilfen. Die Einzelteile dafür hatten die NABU-Mitglieder zuvor sorgfältig vorbereitet, so dass es beim Zusammenbauen keine Schwierigkeiten gab. Hollunderschnitt wurde von einigen Eltern zur Verfügung gestellt und Tontöpfe für den Bau von „Ohrenkneiferquartieren“ brachten die Kinder selbst mit. 

Am Ende der Veranstaltung wurden noch Tipps zur fachgerechten Aufhängung der Nisthilfen gegeben. So ist es zum Beispiel wichtig, dass die Nisthilfen trocken und vor der direkten Sonneneinstrahlung geschützt aufgehängt werden. Stolz nahm nun jedes Kind zwei Nisthilfen mit nach Hause und kann im Sommer den Wildbienen und Ohrenkneifern beim „Arbeiten“ zuschauen. 

Wenn ihr Spaß daran habt und auch solch ein Quartier bauen möchtet, meldet euch bei Frau Rüßau. Dann bekommt ihr eine Bauanleitung für Nisthilfen. 

 

Im theoretischen Teil lernen die Schüler viel über die Wildbienen

Der Nistkastenbau beginnt.

Ein Schüler sägt ein Ast durch.