Schulinspektion 2010
Zusammenfassung des Inspektionsberichts 2010
Die Grundschule Heeßen zeigt sich als Schule, in der ein engagiertes Kollegium, dessen Arbeit von den Erziehungsberechtigten geschätzt wird, engagierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter Leitung einer engagierten und die Arbeit der Schule unterstützenden Schulleitung zum Wohle der Schülerinnen und Schüler tätig sind. Sie zeigt sich als regional verankerte Schule, die inner- und außerschulisch Kontakte knüpft und insbesondere mit den angrenzenden Kindertagesstätten sehr eng zusammenarbeitet.
Schülerinnen und Schülern zeigt sie sich als lebenswerter Lernort, in dem unter Einhaltung der Regeln ein Lernklima geschaffen und erhalten wird, das sich motivierend auswirkt. Die erzieherischen Leitgedanken prägen entsprechend auch das Leitbild und die grundlegenden Aussagen des Schulprogramms der Schule. So zeigen sich die besonderen Stärken im gemeinsamen Interesse aller Beteiligten am Erhalt und weiterem Ausbau eines den Lernprozess unterstützenden Schulklimas, sowohl im Unterricht als auch außerhalb des Unterrichts. Die Schule achtet darauf, dass die Schülerinnen und Schüler die dafür notwendigen Sozialkompetenzen erwerben und durch die Einhaltung und Achtung der damit verbundenen Regelungen arbeiten können.
Schulgebäude und Schulgelände sind entsprechend einladend gestaltet bzw. im Rahmen der Gestaltungspläne im Blick der Schule, Umweltgesichtspunkte finden verstärkt Berücksichtigung.
Auf dieser soliden Basis aufbauend hat sich die Schule auf den Weg gemacht, die Unterrichtsqualität zu verbessern, erste Qualifizierungsmaßnahmen für den Bereich des kooperativen Lernens sind erfolgt. Der Schulleiter und die Schulleitung als Team unterstützen diese Maßnahmen, die Schulleitung steht für die Formulierung und Vermittlung der grundlegenden Werten der Schule und hat unter Einbeziehung der schulischen Gremien (Kollegium und Elternschaft) die Qualitätsentwicklung der Schule auf der schulischen Agenda. Alle Gruppen greifen dabei auf Ergebnisse von Befragungen in der Schule zurück und überarbeiten entsprechend sich daraus neu ergebender Themen und Anforderungen ihre Beschlüsse, die sie im Schulprogramm niedergelegt haben. Konkrete Maßnahmenpläne sind im Schulprogramm noch nicht niedergelegt und somit für die Leserinnen und Leser nicht überprüfbar.
An der Grundschule Heeßen zeigen sich die Lehrkräfte in der Zusammenarbeit mit den Schülerinnen und Schülern und deren Erziehungsberechtigten zuverlässig und engagiert. Jederzeit werden notwendige Gespräche mit den Beteiligten geführt und Unterstützungsmaßnahmen eingeleitet.
Im Unterricht zeigt sich, dass den Lehrkräften die verständliche Formulierung der Aufgabenstellungen sowie die Gestaltung eines geregelten Unterrichtsverlaufs wichtig sind. Sie setzen sich mit dem Unterrichtsstoff auseinander und vermitteln, auf welchem Anforderungsniveau der Lernerfolg abgesichert werden soll und erzielen diesen bei ihren Schülerinnen und Schülern. Sowohl die Methodenwahl als auch die Nutzung der notwendigen Lernmaterialien sind auf die jeweilige Lerngruppe zugeschnitten. Das Selbstvertrauen der Schülerinnen und Schüler wird durch die Unterstützung der Lehrkräfte und die Sicherstellung einer freundlichen, konstruktiven Arbeitsatmosphäre gestärkt. In einigen Lerngruppen zeigen sich erste Erfolge in der Umsetzung der Maßnahmen aus der Qualifizierung zur Unterrichtsentwicklung, gleichwohl sind weitere binnendifferenzierende Maßnahmen sowie die Stärkung von Sozialformen wie Partner- und Gruppenarbeit und die Förderung des problemorientierten und selbstständigen Lernens (auch unter stärkerer Nutzung der Medien) wichtige Aufgabenfelder in der Weiterentwicklung des Unterrichts.
Dies gilt auch im Hinblick auf eine Überarbeitung der „Dokumentation der individuellen Lernentwicklung“ unter den Gesichtspunkten Entwicklungskurven von Schülerinnen und Schülern aufzuzeigen sowie des Erstellens eines Förderkonzepts (Förderpläne für lernschwache Schülerinnen und Schüler werden erstellt und umgesetzt). Die Dokumentation auch zu nutzen, um lernstarken Schülerinnen und Schüler verbindlich umzusetzende Angebote bereitzustellen, ist ein wichtiger Arbeitsschritt der Schule.
Die Arbeit an schuleigenen Arbeitsplänen ist eingeleitet, die Fachgruppen sind dabei unterschiedlich weit vorangeschritten. Eine Absprache zu der inhaltlichen Struktur schuleigener Arbeitspläne aller Fächer ist noch nicht erfolgt. Der Abgleich der zu erstellenden Pläne mit dem schuleigenen Methodenkonzept (Kooperatives Lernen) bzw. Konzept für die Vermittlung von Basiskompetenzen und einem Medienkonzept sowie die Weiterarbeit im Hinblick auf die Ausformulierung und Zuordnung der fächerübergreifenden Aspekte stehen als Aufgaben ebenfalls noch an.
Die Sekretärin und der Hausmeister zeigen sich in ihrer Arbeit engagiert und kompetent. Sie arbeiten dabei mit der Schulleitung, den Lehrkräften und den Pädagogischen Mitarbeiterinnen vertrauensvoll zusammen. Die Pädagogischen Mitarbeiterinnen für den Vertretungsunterricht und die Betreuungszeit binden sich mit pädagogischer Kompetenz, hoher Eigenverantwortung und Engagement in das Schulleben ein und gestalten mit Fachkompetenz die Arbeit im Rahmen ihrer Aufgaben. Die Schülerinnen und Schüler fühlen sich in der Grundschule Heeßen sehr wohl. Sie sehen in ihren Lehrkräften und den weiteren Mitarbeiterinnen und des Mitarbeiters ihnen zugewandte Personen, denen sie sich anvertrauen können. Ihr Umgangston untereinander und gegenüber den Lehrkräften ist freundlich. In kleinem Umfang übernehmen sie Aufgaben. In der Gestaltung und dem Ausbau ihrer demokratischen Mitwirkung ist eine Grundlage für eine notwendige Unterstützung geschaffen worden (Wahl der Vertrauenslehrerinnen), in die Schulentwicklung ihrer Schule sind die Schülerinnen und Schüler noch nicht eingebunden.
Die Erziehungsberechtigten schätzen das Engagement der Lehrkräfte, der Mitarbeiterinnen und des Mitarbeiters und der Schulleitung sehr. Sie sind motiviert und daran interessiert, die Schule auch in deren neuer Rolle als Eigenverantwortliche Schule zu unterstützen. Der Förderverein der Grundschule Heeßen ist in die Elternarbeit mit eingebunden. Den eingeschlagenen Weg, mit den bereits formulierten Leitlinien und dem erstellten Schulprogramm, gilt es weiter zu gehen und dabei Zielsetzungen und Maßnahmen präziser zu formulieren und zu konkretisieren (erste Arbeitsschwerpunkte sind erkannt und benannt), deren Umsetzung verbindlich zu garantieren und den Erfolg jeweils zu überprüfen.